EVN-Prüfung

Sie kennen es doch auch: Monat für Monat erhalten Sie eine Rechnung Ihres Netzanbieters für seine Telekommunikations-Dienstleistungen. Bestandteil dieser Rechnung ist die Auflistung der Festpreise (Anschlüsse, gemietete Leitungen, Komfortpakete usw.) und die Summenbeträge der Verbrauchskosten in den einzelnen Tarifzonen. Als Nachweis für die aufgelisteten Summenbeträge übergibt Ihr Netzanbieter Ihnen (ggf. erst nach einem separatem Auftrag) die Daten der Einzelverbindungen in gedruckter oder EDV-lesbarer Form.

 



Wie Sie aus der vorstehenden Funktionsübersicht entnehmen können, werden die in den einzelnen Vermittlungsstellen Ihres Netzanbieters erfaßten Verbindungsdaten eines jeden Gespräches zur Rechnungslegung an die zentrale Rechnungsstelle Ihres Netzanbieters übertragen und von dort aus an dessen Kunden versandt.

Die Ermittlung der Einzelgesprächskosten erfolgt seitens der Netzanbieter immer auf der Basis der jeweilig gültigen und mit Ihnen vereinbarten Tarife (Normal- bzw. Spartarif, City-, Inland- oder Auslandsbereiche, Mobilnetze, Sonderdienste usw.). Eine Berücksichtigung des zwischen Ihrem Hause und Ihrem Netzanbieter vereinbarten Tarifs und der daraus resultierenden Kosten findet dabei für die Kostendarstellung in den EVN-Daten in der Regel keine Anwendung. Dort werden von jedem Netzanbieter nahezu immer die »Listenpreise« des betreffenden Netzanbieters ausgewiesen (AGB-brutto).

Wenn Sie jetzt einen Kostenvergleich der Einzelverbindungsdaten des Netzanbieters mit den in der Fernsprechanlage aufgezeichneten Verbindungsdaten durchführen, berechnet TeleDAS die übergebenen Einzelgesprächskosten auf der Basis des mit diesem Netzanbieter vereinbarten und in TeleDAS gespeicherten Tarifdaten. Dadurch werden mögliche Abweichungen zwischen den übermittelten Entgeltinformationen (z.B. Tariftakte bei sekundengenauer Rechnungslegung) verhindert. Diese mit den »Einkaufskosten« versehenen Gesprächsdaten werden in der Gesprächsdatenbank gespeichert.

TeleDAS überprüft Ihre Einzelverbindungsdaten Ihres Netzanbieters bei der manuellen Datenübernahme in die EVN-Gesprächsdatenbank auf Plausibilität. Festgestellte Altdaten (Gespräche vor dem angegebenen Rechnungsmonat), Kurzzeit-Gespräche (0 bis 5 Sekunden), Langzeitgespräche (länger als eine einstellbare Gesprächsdauer), mehrfach berechnete Gespräche (Buchungsdubletten) und mehrfach berechnete Übertragungskanäle (Belegungsdubletten) werden dabei in entsprechende Summen- und Einzeldaten-Protokolldateien eingetragen und summiert. So haben Sie alle Unstimmigkeiten direkt auf einen Blick.

Haben Sie in Ihrem Hause eine Fernsprechanlage in Betrieb, die ebenfalls die Verbindungsdaten aller Gespräche erfaßt, die von den Nebenstellen über den (oder die) angeschlossenen Netzanbieter geführt wurden? Im Idealfall müßten dann die für jeden Standort erfaßten Datenbestände des Netzanbieters und die Ihrer TK-Anlage hinsichtlich ihrer Anzahl, des Zeitpunktes, der Gesprächsdauer und der angefallenen Kosten identisch sein.

Mit Hilfe des EVN-Vergleiches können Sie diese beiden Datenbestände auf der Basis von Summen- oder Einzeldaten miteinander vergleichen. Ein Gesamtsummen- und Tarifzonen-Individualvergleich gestattet die Gegenüberstellung der Summen aus beiden Datenbeständen. Zur individuellen Analyse listet eine Einzelgesprächsprüfung die Gespräche auf, die zwar in den EVN-Daten enthalten sind, in den Daten der Fernsprechanlage jedoch fehlen.

Weitere Informationen zum EVN-Vergleich finden Sie in der Produktinformation Nachverarbeitung.